VSE-Nachrichten
29. Schwarzenberger Eisenbahntage
Einer der maßgeblichen Organisatoren des jährlichen Festes, Ralph Mildner, ist seit mehreren Monaten schwer erkrankt und so waren seine Aufgaben in diesem Jahr auf mehrere Schultern zu verteilen. Der VSE wünscht Ralph Mildner gute Besserung und freut sich schon jetzt auf die gemeinsame Vorbereitung der 30. Eisenbahntage.
Vom 18. bis 21. Mai 2023 öffnete der Verein in Schwarzenberg die Lokschuppentore und lud zu den mittlerweile 29. Eisenbahntagen ein. Mehr als 2700 Gäste, darunter Eisenbahnbegeisterte aus Nah und Fern, folgten dieser Einladung. Die vermutlich weiteste Anreise unternahm dabei Ken Kubo aus Tokio.

Der Gast aus Japan verfasst in seinem Heimatland eisenbahngeschichtliche Beiträge und recherchiert dazu u. a. in Sachsen. Mehrere Eisenbahnverkehrsunternehmen präsentierten sich mit historischen und modernen Fahrzeugen auf dem Festgelände, so die DB Cargo AG mit der Ellok 185 367-0 und den Diesellokomotiven 132 618-0 sowie 261 049-1, die Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn GmbH (PRESS) mit der Diesellok 204 011-5, die am 30. Dezember 1996 als 202 844-7 den letzten Zug auf der Strecke nach Crottendorf bespannt hatte, die Nossen-Riesaer Eisenbahn-Compagnie GmbH (NRE) und TRIANGULA Logistik GmbH mit der Diesellok 132 426-8 sowie die Railsystems RP GmbH mit dem „Hektor“ T435.0554.


Die Länderbahn GmbH (DLB) war mit einem Fahrsimulator vor Ort, in diesem konnten die Besucher in die Rolle des Lokomotivführers schlüpfen. Neben der Vorstellung ihres Unternehmens stand die Gewinnung neuer Mitarbeiter im Mittelpunkt der Präsentation. Die DB Fernverkehr AG und die Erzgebirgsbahn nutzten ebenfalls die Gelegenheit, ihr Ausbildungsprogramm interessierten Jugendlichen vorzustellen. Wegen der Verzögerung bei der betriebsfähigen Aufarbeitung der 50 3616-5 vertrat die Glauchauer 35 1097-1 die vereinseigene Dampflok aufs Neue und begeisterte die Eisenbahnfans. Im Lokschuppen kamen alle Freunde der Modelleisenbahnen auf ihre Kosten. Modellbau Hähnert mit seinem Team stellte u. a. den verkleinerten Nachbau des Schwarzenberger Bahnbetriebswerkes sowie Dioramen vor und auf der Modellbahnbörse konnte das eine oder andere Modell erstanden werden.
Das Duo „Aaflug“ und die Mitglieder der „Original Erzgebirgsmusikanten e. V.“ sorgten mit ihrer Musik für Kurzweil bei den Besuchern. Höhepunkt des Sonntagvormittags war die Präsentation von Eisenbahnuniformen zu den Themen Lokomotivdienst und Arbeit im Bahnbetriebswerk. Die Vereinsmitglieder schlüpften aber nicht nur in die „richtigen“ Uniformen der Heizer, Lokführer und Verwaltungskräfte, auch die Arbeitsbekleidung des Lokleiters und Schuppenheizers sowie von Reinigungs- und Küchenpersonalen bekamen ihre verdiente Aufmerksamkeit. Als Lohn für ihre Mühen ernteten die Vereinsmitglieder Dank und Anerkennung der Besucher. Fast durchweg wird das Gelände als „Eisenbahnmuseum im Grünen“ gewürdigt und ist als Lo(c)kschuppen Anziehungspunkt für Groß und Klein.

Wer an diesen Tagen nicht im Museum vorbeikommen konnte, dem stehen nach einer rechtzeitigen Terminvereinbarung unter der Nummer 03 774/16 09 890 die Tore zum Museumsbesuch offen. Für alle Freunde des markanten Hektor-Sounds brachte die tschechische Diesellok T435.0554 am Abend des 19. Mai einen Sonderzug von Schwarzenberg nach Thalheim und wieder zurück. Am Sonnabend, dem 20. Mai, zog die Diesellok 132 618-0 den VSE-Museumszug zunächst nach Markersbach, am späten Nachmittag ging es mit zusätzlicher Unterstützung durch die Schwesterlok 132 426-8 nach Johanngeorgenstadt. Alle drei Fahrten fanden großen Zuspruch.
14.06.2023