Schmalspur- und Museumsbahn-Nachrichten
Bahnhof Carlsfeld - Ein Kommentar
Die Veranstalter des Festes entlang der WCd-Linie hatten auf viele Besucher gehofft – am Ende nahmen deutlich mehr die vielen Angebote an. Neben den im nebenstehenden Beitrag erwähnten Höhepunkten fanden zudem an vielen Orten entlang der Trasse von Wilkau-Haßlau nach Carlsfeld verschiedene Konzerte statt – und war die kulinarische Versorgung der Besucher und Wanderer vorbildlich gegeben. Auch dafür gebührt den Veranstaltern Dank und Anerkennung. Der Erfolg dieses Festwochenendes ruft nun geradezu nach regelmäßigen Wiederholungen.

Nachdenklich stimmt indes der Umbau der Gleise in Carlsfeld: Besucher mit Eisenbahnsachverstand kommentierten die Änderungen mit harschen Worte wie „Schildbürgerstreich“ oder „völlige Inkompetenz“. Vergeblich hatte der FHWE im Vorfeld der Änderungen vor den Konsequenzen des Umbaus gewarnt. Warum studierte Beschäftigte des Eibenstocker Bauamts demnach wider besseren Wissens diese irrwitzige „Kastration“ der Gleisverbindungen haben ausführen lassen, stellt Fragen.




Aber herrscht im Eibenstocker Rathaus tatsächlich so ein regelrecht zerstörerisches Desinteresse an der Eisenbahnvergangenheit des Ortsteiles Carlsfeld? Die PK-Redaktion wird um eine offizielle Stellungnahme bitten. Bis dahin muss uns das Goethe-Zitat „Wo viel Licht ist, ist auch starker Schatten“ als Erklärung genügen – und die Freude darüber, dass nun wenigstens auch Wilkau-Haßlau das touristische Potenzial der Schmalspurbahngeschichte erkannt hat …
14.06.2023