VSE-Nachrichten
Eisenbahnmuseum Schwarzenberg & Erzgebirgische Aussichtsbahn im Juni und Juli 2017
VSE bei Pfingstdampftagen des DDM
Im Auftrag des Vereins der Freunde des Deutschen Dampflokomotiv-Museums Neuenmarkt e. V. übernahm der VSE erneut die traditionellen Dampfzugfahrten zu Pfingsten über die Schiefe Ebene. Vom 4. bis 6. Juni zog die angemietete 52 8079-7 den VSE-Museumszug jeweils drei Mal täglich die bekannte Steilstrecke von Neuenmarkt-Wirsberg hinauf nach Marktschorgast und wieder zurück. Wie bereits in den Vorjahren zeigte sich ein anhaltend hoher Zuspruch, kann doch während der Fahrt die Dampftraktion in Aktion erlebt werden. Dies stellt eine praktische Ergänzung zum im Museum vermittelten Wissen dar. TSD
EAB bei 650-Jahr-Feier in Walthersdorf

Am 10. und 11. Juni 2017 kamen erstmals in dieser Saison die „Ferkeltaxen“ auf der Erzgebirgischen Aussichtsbahn zum Einsatz. Unter dem Motto mit „Mit der Aussichtsbahn zur 650-Jahr-Feier in Walthersdorf“ stimmten die Organisatoren extra den Samstagsfahrplan auf das Festgeschehen ab und ersetzten das Vormittagszugpaar durch ein am Abend verkehrendes. Die in Walthersdorf aussteigenden Fahrgäste konnten die Jubiläumsfeierlichkeiten besuchen, das in der Nähe liegende ehemalige Silberbergwerk Rosenbuschzeche besichtigen oder Walthersdorf und seine Umgebung auf eigene Faust entdecken. Das abendliche Fahrtangebot nahmen die Gäste des Festes nicht im erhofften Maße an. Trotzdem ließen sich an dem Wochenende insgesamt knapp 500 Fahrgäste zu einer beschaulichen Reise durch das Erzgebirge einladen, von denen etwa die Hälfte die Gesamtstrecke zwischen Schwarzenberg und Annaberg-Buchholz befuhren. Die Mitreisenden, u. a. auch aus den Niederlanden und der Tschechischen Republik, nahmen am Sonnabend eine Störung gelassen hin: An zwei Stellen waren durch Windböen in den vorangegangenen Tagen Bäume auf das Gleis gestürzt und machten dieses für den ersten Zug unpassierbar. Einsatzkräfte der DB Erzgebirgsbahn sorgten jedoch für eine zügige Beseitigung und mit knapp einer Stunde Verspätung konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Durch die Fahrzeitreserven und Minimierung der Aufenthaltszeiten gelang es, bis zur Abfahrt des vierten Zuges, die Verspätung abzubauen. SLA
„Halbjahresweihnacht“ in Lauscha
Für den 24. Juni hatten die VSE-Mitglieder mit einem Augenzwinkern zur „Halbjahresweihnacht“ eingeladen. Fast 100 Personen nahmen das Angebot an. Einige Fahrgäste reisten aus Gera an, um das thüringische Lauscha von Schwarzenberg aus im VSE-Sonderzug zu erkunden. Erstaunen herrschte, als statt des Museumszuges mit moderner Diesellok am Morgen ein Desiro-Triebwagen der Baureihe 642 der Länderbahn am Bahnsteig stand. Insbesondere vermissten viele Sonderzugteilnehmer den Speisewagen. Die Enttäuschung wich jedoch rasch, als die Gäste mit einem improvisierten Imbissverkauf empfangen wurden und keiner hungrig oder durstig bleiben musste. Im Laufe des hochsommerlichen Tages traten dann auch die Vorteile des modernen Fahrzeuges deutlich zu Tage, die großen Fenster und die Klimaanlage machten sich positiv bemerkbar. Nach Zustieg der letzten Fahrgäste im vogtländischen Reichenbach gab es für alle, die wollten, eine Kostprobe vom erzgebirgischen Stollen. Eine weitere Überraschung wartete dann im Bahnhof Neuenmarkt-Wirsberg auf die Reisenden. Hier brachte die Metzgerei Friedrich aus Trebgast für jeden Fahrgast eine Portion warmen Leberkäse mit Brötchen an den Zug.

Im Bahnhof Sonneberg staunten neben den Fahrgästen auch die Vereinsmitglieder nicht schlecht. Die Mitglieder des Vereins Lokbahnhof Sonneberg e. V. hatten extra für den VSE-Sonderzug eine ihrer Loks auf die Drehscheibe gezogen und zwei Vereinsmitglieder grüßten im Weihnachtsmannkostüm. In Lauscha angekommen, machten sich die Fahrtteilnehmer auf den (Fuß-)Weg zur Farbglashütte und erfuhren hier Interessantes über die Geschichte der Glasherstellung im Ort. Für alle, denen die im Anschluss servierte Hüttenwurst nicht ausreichend war, bestand die Möglichkeit, sich in der Gaststätte zusätzlich zu stärken. Als kleine Entschädigung für den fehlenden Speisewagen hatten die Vereinsmitglieder für den Abend nochmals die Metzgerei Friedrich bemüht und so wurde binnen weniger Minuten Aufenthalt in Neuenmarkt-Wirsberg ein komplettes fränkisches Brotzeit-Büffet verladen und anschließend im Triebwagen aufgebaut. Beim „Halbjahres-Weihnachts-Festessen“ verging die Zeit der Rückfahrt wie im Fluge und pünktlich erreichte der Zug dann auch die Ausgangsorte.TSD
Mit der EAB zum Schlossparkfest Schlettau
Am 8. und 9. Juli zog die Diesellok 112 565-7 der PRESS den VSE-Museumszug zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg. Das Wochenende stand unter dem Motto: „Schlossexpress nach Schlettau“. Das Schlossparkfest in Schlettau mit seinem Programm war Anziehungspunkt für Groß und Klein. Am Samstag begann der Fahrbetrieb der Aussichtsbahn planmäßig erst am Nachmittag in Schwarzenberg. Der Fahrplan war eigens auf die Feierlichkeiten im Park von Schloss Schlettau ausgerichtet und bot den Fahrgästen einen extralangen Aufenthalt in Schlettau, um die abendliche Livemusik und das Feuerwerk mitzuerleben. Zu später Stunde ging es dann mit der EAB heimwärts Richtung Annaberg-Buchholz sowie Schwarzenberg. Die Resonanz auf diese Nacht- und Rückfahrmöglichkeiten blieb hinter den Erwartungen der Organisatoren zurück. Im Laufe der beiden Tage nutzten dennoch über 400 Gäste das Angebot. Im mitgeführten Büffetwagen ließen sie sich vom VSE-Serviceteam kulinarisch verwöhnen. Am Sonntag begrüßte der VSE im Zug eine Gruppe von der Dresdner Parkeisenbahn. Diese statte anschließend dem Eisenbahnmuseum in Schwarzenberg einen Besuch ab. In dieser nunmehr neunten EAB-Fahrtsaison haben die Organisatoren versucht, mit einem neuen Konzept von dem bisherigen weitgehend starren Fahrplan abzuweichen und auf die Weise neue Fahrgäste zu gewinnen. Die Fahrpläne sollten enger mit Festen entlang der Strecke verbunden werden, um zu diesen eine Anreisealternative anbieten zu können. Nach drei Fahrtwochenenden steht nun fest, dass dieses Fahrplankonzept nicht in dem Maße angenommen wird, wie erhofft. Als erster Schritt in Richtung steigender Fahrgastzahlen wird am Fahrtwochenende 30. September/1. Oktober die 86 1333-3 der PRESS statt der ursprünglich geplanten V100 zum Einsatz gelangen. Damit wird dem Ansinnen vieler Fahrgäste entsprochen, die sich bereits im April einen Ersatz für den damals aufgrund der schadhaften 86er notwendigen Diesellokeinsatz gewünscht haben. SLA/TSD
Neues aus dem Eisenbahnmuseum
Das Sommerwetter nutzend, führen einige Vereinsmitglieder an den einsatzfreien Wochenenden diverse Instandhaltungen am Museumszug durch. Hierbei handelt es sich größtenteils um den Korrosionsschutz an Dächern und Türbereichen. Vor allem am Dach des LOWA-Wagens sind aufwändige Entrostungs- und Konservierungsarbeiten notwendig. Diese waren bei der HU aus Kostengründen nicht mit in Auftrag gegeben worden und erfolgen nun durch die VSE-Mitglieder selbst. Auf die hölzernen Gleisüberwege vor dem Lokschuppen und im Bereich der Zuwegung zum Museumsbahnsteig sind nun Riffelbleche aufgeschraubt. Dies soll einerseits die Rutschgefahr bei Regen und Schnee mindern und andererseits die Lebensdauer der gezimmerten Überwege mit ihren besonders in den Gleisverzweigungen vor dem Lokschuppen aufwändig hergestellten Unterfütterungen verlängern. Im Juli nutzte die DB Erzgebirgsbahn die Infrastruktur des Eisenbahnmuseums, um ihre beiden Schneepflüge zu warten und auf den kommenden Winter vorzubereiten.
05.08.2017